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Trendsport Fingerboarding
Trendsportarten kommen und gehen. Manche etablieren sich, andere sind auch ganz schnell wieder aus dem Blickfeld verschwunden. Das gilt nicht für das Fingerboarding. Diese, seit ca. 15 Jahren in Deutschland bekannte und derzeit stark im Aufwind befindliche Sportart, bezeichnet vereinfacht gesagt das Fahren auf Mini-Skateboards mit Zeige- und Mittelfinger und das Vollbringen von Kunststücken wie bei den großen Boards, allerdings auf extra dafür konzipierten Tischen, die die Schikanen wie Pipes, Rails und Curbs im Kleinformat abbilden.
Was zunächst wie Spielerei klingt, erfordert ein hohes Maß an Geschicklichkeit und Konzentration, um es mit den bis zu 140 € teuren Fingerboards zu einer akzeptablen Leistung zu bringen.
In Winsen hat sich in den letzten fünf Jahren eine kleine Szene gebildet, die mittlerweile bundesweit Beachtung gefunden hat. Selbst eine AG in der fünften Klasse der Oberschule wurde ins Leben gerufen, die seit einem halben Jahr fleißig trainiert und von Schülern, die der Fingerboard-Szene angehören, geleitet wird.
Gerade für den Nachwuchs war es natürlich ein absolutes Highlight dabei zuzusehen, wie sich die Winser Fingerboarder in Meißendorf mit der Weltspitze messen, denn amtierende und ehemalige Weltmeister haben am letzten Wochenende den Weg dorthin gefunden, um am Breaking Finger Contest teilzunehmen.
Keine reine Spaßveranstaltung, denn die drei Gewinner werden an der im Mai stattfindenden Weltmeisterschaft teilnehmen. Der Breaking Finger Contest, den die Mobile Jugendpflege Winsen organisiert hat (maßgeblich Maximilian Rothe, der es in der Szene mittlerweile selbst zu einem hohen Bekanntheitsgrad gebracht und mit dem 8. Platz ein beachtliches Ergebnis erzielt hat), lockte Sportler aus Kiel, Berlin, Erfurt, Bremerhaven usw. in unsere Gemeinde.
Im Altersspektrum von 10 bis 37 Jahren gingen Teilnehmer im Meißendorfer Dorfgemeinschaftshaus an den Start, beobachtet von Zuschauern bis 84 Jahre. Die Mobile Jugendpflege war mit der Resonanz mehr als zufrieden, kamen doch mehr Fingerboarder zu uns nach Meißendorf als kürzlich zu einem vergleichbaren Wettbewerb in Berlin.
Womit wieder einmal bewiesen ist, dass Weltstädte zwar einen guten Namen haben, doch auch kleinere Orte durch Innovation, Leidenschaft und Perfektion begeistern können.
Dirk Oelmann
Bürgermeister




