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Kreisausschuss beschließt Förderrichtlinie für die Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern

Celle (lkc). In der heutigen Sitzung des Kreisausschusses wurde die Förderrichtlinie für die Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern beschlossen. Angesichts der steigenden Zahl von Flüchtlingen und Asylbewerbern soll mit diesem Förderprogramm eine langfristige Schaffung und Nutzung von Räumen zum Wohnen und zur Unterbringung dieses Personenkreises erreicht werden.

Insgesamt wurden für diese Förderung 500.000 Euro in den Kreishaushalt eingestellt. Die Mittel teilen sich in 250.000 Euro für investive Baumaßnahmen und 250.000 Euro für notwendige Instandsetzungs- und Unterhaltungsmaßnahmen auf. Damit tatsächlich Geld fließen kann, muss die Genehmigung des Haushaltes für 2015 abgewartet werden. Diese wird voraussichtlich gegen Ende April erwartet. Vorbehaltlich dieser Genehmigung können aber bereits jetzt Anträge gestellt werden. Der formlose Antrag mit der Beschreibung der Maßnahme und einer Kostenschätzung ist über die jeweilige Wohnortgemeinde beim Sozialamt des Landkreises Celle einzureichen.

Die Förderung richtet sich vorrangig an juristische Personen des öffentlichen Rechts, aber auch natürliche und juristische Personen des Privatrechts sowie Personengesellschaften können Förderzuschüsse bis zu einer Höchstgrenze von 5.000 Euro pro unterzubringender Person erhalten. Die Richtlinie ist auf der Internetseite des Landkreises Celle (<link http: www.landkreis-celle.de _blank external-link-new-window link landkreis>Externer Linkwww.landkreis-celle.de) im Bereich Aktuelles hinterlegt.

Seit dem Jahr 2012 sind die Asylbewerber-und Flüchtlingszahlen im Bundesgebiet sprunghaft angestiegen und damit einhergehend die Zuweisungen an die Kommunen. Die Aufnahmequote des Landkreises Celle für die nächste Zeit wurde von der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen auf 797 Personen festgelegt. Im Landkreis Celle sind die kreisangehörigen Kommunen durch Satzung zur Erledigung der Aufgaben nach dem Asylbewerberleistungsgesetz herangezogen worden.

„Diese hohe Zahl an Personen führt dazu, dass es für die Kommunen immer schwieriger wird angemessenen Wohnraum zu finden. Wir wollen deshalb die Kommunen bei der Herrichtung und Schaffung von geeigneten Unterkünften unterstützen", erklärte Landrat Klaus Wiswe den Hintergrund der Förderung.