Archivierte Berichte

Hier finden Sie ausschließlich archivierte Berichte aus unserer Rubrik "Aktuelles" / "amtl. Bekanntmachungen" - aktuelle Satzungen z.B. finden Sie auf der Seite Ortsrecht

Herzlichen Dank, aber auch großes Kopfschütteln

Auch wenn ein großer Sturm angekündigt ist hofft man doch immer irgendwie, dass er an einem vorbeizieht. Das Glück hatten wir am vergangenen Wochenende nicht, es hat uns ziemlich heftig erwischt. Über tausend Bäume haben den Sturmböen in unserer Gemeinde nicht standhalten können und sind entwurzelt oder abgebrochen worden.

Doch bei allen Schäden, die in unserer Gemeinde entstanden sind und die neben Bäumen auch abgedeckte Dächer, zerstörte Autos, Garten- und Gewächshäuser usw. betreffen, es sind gottlob alles nur Sachschäden. Das liegt vielfach auch daran, dass wir in unserer Gemeinde über sechs Ortsfeuerwehren verfügen, die unermüdlich im Einsatz waren und Gefahrenstellen sofort beseitigt oder abgesperrt haben, um weitere Schäden abzuwenden. Dazu kommen die Mitarbeitenden des gemeindlichen Bauhofes und viele andere Einsatzkräfte, die nahezu rund um die Uhr unterwegs waren, um uns allen die größtmögliche Sicherheit zu geben.

Dafür spreche ich allen Helferinnen und Helfern meinen herzlichen Dank aus. Es ist ein gutes Gefühl, dass man sich immer wieder darauf verlassen kann, dass die Hilfskräfte im richtigen Moment vor Ort sind und uns Schutz und Sicherheit bieten.

Doch bei allem Schutz und aller Sicherheit, die wir geboten kriegen, gibt es auch Situationen, die mag man nicht glauben, wenn man sie nicht selbst erlebt hat. Folgende Szenerie: Es ist Montagmorgen gegen 7.30 Uhr und es sind immer noch Windböen zu vermelden. Vor dem Rathaus liegen auf dem Fußweg zerdepperte Dachziegel, die der Sturm vom Rathausdach geweht hat. Auf dem Dach des Rathauses liegen noch lose Ziegel. Mit Warnbaken und Flatterband ist der Bereich abgesperrt, so dass gut sichtbar eine GEFAHRENSTELLE gekennzeichnet ist.

Mitarbeiter des Bauhofes stehen daneben und sichern den Bereich noch besser ab, weil das auch ein stark frequentierter Schulweg ist, der nun nicht genutzt werden kann. Da kommen dann tatsächlich Eltern (nicht Schulkinder!) auf die Idee, die Bauhofmitarbeiter aufzufordern das Flatterband mal eben wegzunehmen, damit die Kinder da durchlaufen können und fangen Streitereien an, als diese das Ansehen ablehnen. Mal ehrlich, geht´s noch?

Da schlagen sich Sicherheitskräfte ein ganzes Wochenende um die Ohren, damit man alle Gefahrenquellen beseitigt bzw. auf ein Minimum begrenzt, und dann sieht man sich solcher Ignoranz und Unverschämtheit ausgesetzt. Ich weiß, dass das zum Glück nur Einzelfälle sind, aber schreiten bitte auch Sie als Bürger mal ein, wenn Sie auf solche Situationen zukommen. Immer sachlich, nie eskalierend! Wir erleben immer häufiger, dass Hilfskräfte angegriffen und bedroht werden.

Wenn wir auch weiterhin ein gutes Gefühl der Sicherheit haben wollen, dann dürfen wir nicht so tun, als gingen uns solche Dinge nichts an. Wir müssen wir uns auch mal schützend vor die Personen stellen, die sich für uns in Gefahr bringen und sich den A…. aufreißen, während wir in der warmen Stube sitzen können und einfach darauf warten dürfen, dass es vorbeigeht.     

Dirk Oelmann