Archivierte Berichte
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Frühlingswanderung der Amphibien – NABU-Gruppe setzt Schutzzäune
Mit schönem Frühlingswetter erwachen unsere Kröten, Frösche und Molche wieder zu neuem Leben. Zielstrebig kriechen und hüpfen sie zu ihren Laichgewässern - gefährliche Straßen sind dabei kein Hindernis.
Auf ihrem langsamen Marsch sind die Amphibien allerdings in akuter Lebensgefahr. Selbst ein mäßiges Fahrzeugaufkommen kann in kurzer Zeit den ganzen Erdkrötenbestand eines Reviers vernichten. Um diese Katastrophe zu verhindern, errichtet die Gruppe Winsen des Naturschutzbundes Deutschland an kritischen Punkten kleine Zäune zum Schutze der empfindlichen Tiere.
Das funktioniert dann so: 50 Zentimeter hohe aufrecht stehende Kunststoffbahnen stellen sich den wandernden Amphibien am Straßenrand in den Weg. Die Tiere versuchen, das Hindernis zu umgehen. Dabei fallen sie in kleine Eimer, die in Abständen von einigen Metern in die Erde gegraben wurden. NABU-Mitglieder kontrollieren die Zäune täglich, sammeln die Kröten und Frösche ein und bringen sie wohlbehalten aus der Gefahrenzone. Dabei wird der Bestand gezählt und registriert.
Kröten und Frösche verzehren Käfer, Fliegen und Mücken. Sie leisten damit ihren Beitrag zur Ausgewogenheit der Natur. Für Reiher, Rabenvögel und nicht zuletzt für Winsens Heimatvogel, den Weißstorch, bilden die Amphibien ihrerseits einen wichtigen Bestandteil in der Nahrungskette.


