Archivierte Berichte

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Ein bisschen Frust muss sein …

… davor ist man auch als Bürgermeister nicht gefeit. Zunächst einmal möchte ich zum Ausdruck bringen, dass ich mich wirklich über jede/n Besucher/in unseres Hochwasseraktionstages, den wir am 30. Oktober zusammen mit der Gemeinde Hambühren in Oldau durchgeführt haben, sehr gefreut habe.

Allerdings war der Andrang so gering, dass ich mich auch noch an alle erinnern kann. Und genau das hätte ich mir im Vorfeld nicht vorstellen können, ist doch die Hochwasserthematik gerade in diesem Jahr durch die tragischen Ereignisse in nicht einmal 500 Kilometer Entfernung von uns aktueller denn je. Es ist jetzt gar nicht meine Absicht, Sie anzumaulen oder Ihnen ein schlechtes Gewissen einzureden, vielmehr stelle ich mir die Frage, was man außer der erfolgten Vorankündigung im Celler Kurier, der CZ, im Mitteilungsblatt und auf der Homepage inkl. Social Media noch tun muss, um die Bevölkerung für dieses Thema, das auch zu großen Teilen mit Information, Selbstschutz und eigener Vorsorge in Verbindung steht, zu sensibilisieren?

Die Aussage „Das betrifft mich ja nicht!“ kann ich für den überwiegenden Teil der in unserer Gemeinde lebenden Menschen nicht gelten lassen, denn wie die ausgestellten Karten eindrücklich geschildert haben, ist bei einem hundertjährigen oder extremen Hochwasser nahezu in der gesamten Gemeinde „Land unter“ angesagt. Auch für die Annahme „Die Gemeinde wird das schon alles machen!“ besteht kein Grund, denn ein kompletter Hochwasserschutz für unsere Gemeinde ist weder technisch noch finanziell umsetzbar. Bleibt also aus Ihrer Sicht zu klären, was die Gemeinde technisch zur Prävention und im Katastrophenfall zusammen mit den Hilfsorganisationen leisten kann und was man als Bürger/in in Eigenverantwortung tun sollte, um relativ gefahren- und schadensfrei im Hochwasserfall zu bleiben.

Selbstredend ist natürlich, dass wir bzw. die helfenden Organisationen (Deutsches Rotes Kreuz, Freiwillige Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) eine Vielzahl an Gerätschaften zur Rettung, Vorsorge und Hilfeleistung vorhalten. Und all diese Gerätschaften hätten Ihnen die Ehrenamtlichen der genannten Organisationen, die im Einsatzfall für uns alle Leib und Leben riskieren, gern vor Ort gezeigt und erläutert. Über dieses Zeichen der Wertschätzung für die genannten Personen, deren schnelle Hilfeleistung wir im Notfall als anscheinend völlig selbstverständlich empfinden, hätte ich mich am 30. Oktober sowohl von politischer als auch bürgerlicher Seite sehr gefreut. Wie gesagt, es geht mir nicht darum, Sie mit diesem Artikel abzuwatschen. Sollte es mir gelungen sein, einfach ein wenig mehr Interesse für das Thema „Hochwasserschutz“ und auch für die Arbeit unserer ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zu wecken, dann hätte ich mein Ziel erreicht. Es wird mit Sicherheit auch in Zukunft Veranstaltungen geben, wo man dies unter Beweis stellen kann.

Allen Helfenden beim „Hochwasseraktionstag“ an dieser Stelle noch einmal ein ganz herzlicher Dank für die gute Mitwirkung.