Viel Geld wird in den nächsten Jahren am Schulstandort Winsen (Aller) investiert. Der Baubeginn für den neuen Mensa- und Verwaltungstrakt, der auf der Sportwiese zwischen der alten Realschulturnhalle und dem ehemaligen OS-Gebäude entstehen wird, soll bereits in den nächsten Wochen beginnen.
Rund 4,5 Mio. Euro werden hier in die Hand genommen, um der größten Oberschule Niedersachsens den dringend benötigten Erweiterungsbau zu ermöglichen. Ziel ist es, die dann im Hauptgebäude frei werdenden Räumlichkeiten für die Schülerinnen und Schüler zu nutzen, die derzeit noch in den Außenstellen Wietze und ehemalige Hauptschule Winsen untergebracht sind.
Der ehrgeizige Plan sieht vor, dass in der zweiten Jahreshälfte 2017 alle Schülerinnen und Schüler am Standort Meißendorfer Kirchweg beschult werden.
Weiter geht es mit dem Projekt der neuen Turnhalle, die hinter dem Gebäude der ehemaligen Grundschule am Gildesweg entstehen soll. Hier laufen gerade die Vorbereitungen für das gemeinsame Projekt von Landkreis und Gemeinde in den entsprechenden Gremien. Planungskosten für den Bau, dessen Kosten bei ca. 3,5 Mio. Euro liegen dürften, sind in den diesjährigen Haushalten bereits berücksichtigt und mit der Umsetzung ist in den Jahren 2018 und 2019 zu rechnen.
Dies gilt auch für die Außensportflächen und die Errichtung des Jugendzentrums, das als Anbau an die neue Sporthalle geplant ist. Mit der neuen Sporthalle, dem Jugendzentrum und dem Jugendgelände, das noch um einen Streetsoccer-Platz (eine Art Metallkäfig, in dem Fußball, Handball, Basketball usw. auf Betonboden gespielt wird) erweitert werden soll, sowie die Ausrichtung des Schulgeländes in Form eines Campus, ist auch die Erschließung dieser Anlage verbunden.
Der Schülerverkehr soll dann nicht mehr über den Meißendorfer Kirchweg erfolgen. Angedacht ist eine Parallelstraße, die die Bannetzer Straße und die Meißendorfer Straße miteinander verbindet. Große Investitionen, die vom Landkreis und der Gemeinde in den nächsten Jahren zu finanzieren sind. Sie stärken jedoch den Schulstandort Winsen und somit auch die gesamte Gemeinde, die somit für Bürgerinnen und Bürger weiterhin attraktiv bleibt und bei Neubürgern gerade im wichtigen Bereich der schulischen Versorgung sehr gut punkten kann.
Vielleicht gibt es dann tatsächlich auch noch einmal die Möglichkeit, die „Schule im Allertal“ in eine Integrierte Gesamtschule (IGS) umzuwandeln und dadurch die Möglichkeit zu bekommen, irgendwann auch eine Abiturstufe in Winsen einzurichten und somit die Bildungsphase der Kinder und Jugendlichen von der Krippe bis zum Abitur in Winsen zu absolvieren.
Dirk Oelmann
