- das Ordnungsamt informiert -
Jakobskreuzkraut - Riesenbärenklau - Eichenprozessionsspinner



Jakobskreuzkraut
Vielerorts blüht zurzeit das Jakobskreuzkraut. Die hochgiftige Pflanze hat sich in den letzten Jahren rasant ausgebreitet. Von den Straßenböschungen ist es vielerorts in die Dauergrünlandflächen eingewandert und hält sich hartnäckig, besonders auf Heuwiesen und Weiden. Das Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea) enthält giftige Pyrrolizidinalkaloide (PA), die die Leber schädigen können.
Besonders gefährlich ist die Pflanze für Nutztiere wie Pferde oder Rinder. Aber auch beim Menschen können bei einer Aufnahme des Jakobskreuzkrauts Vergiftungserscheinungen auftreten. Verhindern kann man die Ausbreitung, indem man die Pflanzen vor der Samenreife konsequent abmäht. Die Vorkommnisse sind nicht meldepflichtig.
Riesenbärenklau
In Deutschland kann man vor allem zwei Arten des Bärenklaus begegnen. Sowohl der Wiesen-Bärenklau als auch der Riesen-Bärenklau sind giftig, sie unterscheiden sich jedoch in der Schwere der möglicherweise ausgelösten Verletzungen. Beide Arten enthalten Pflanzenstoffe, mit denen sie sich vor Fressfeinden schützen.
Kommen diese auf der Haut in Kontakt mit Tageslicht, kann es zu sehr schmerzhaften Reaktionen kommen, die an Verbrennungen ersten und zweiten Grades erinnern. Vor allem beim Riesen-Bärenklau ist Vorsicht geboten, da er deutlich mehr Furocumarine enthält als sein kleinerer Verwandter. Der Wiesen-Bärenklau ist im Vergleich dazu relativ harmlos.
Man erkennt den Riesen-Bärenklau an seinem behaarten Stängel mit purpurnen Flecken. Die Blüten-Dolden erreichen nicht selten einen Durchmesser von bis zu 50 Zentimetern. Innerhalb weniger Wochen wächst die Staude auf eine Größe von drei bis vier Metern heran. Der Wiesen-Bärenklau ist optisch sehr ähnlich, mit einer Höhe von 50 bis 150 Zentimetern allerdings auch deutlich kleiner. Auch die Blütezeit unterscheidet sich: Diese ist beim Riesen-Bärenklau von Juni bis Juli, beim Wiesen-Bärenklau von Juni bis September.
Konnten Sie bei einem Spaziergang einen giftigen Riesen-Bärenklau anhand der erläuterten Merkmale identifizieren? Dann melden Sie den Standort bitte dem Ordnungsamt z.B. über unser Online-Mängelmeldung. Die Meldung ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben könnte hingegen gesundheitliche Schäden insbesondere bei unbedarften Kindern verhindern und die weiter Ausbreitung unterbinden.
Eichenprozessionsspinner
Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schmetterling, der große Bekanntheit erlangte, weil er für Menschen gefährlich werden kann. Denn die Raupen des unscheinbaren Falters können von leichten Rötungen der Haut und Ausschlag bis zum allergischen Schock viele Symptome auslösen – und das nur durch Berührung ihrer feinen Haare.
Zwischen Mai und Juni bilden die Raupen Brennhaare aus, die verschiedene gesundheitsgefährdende Wirkungen auf den Menschen haben können. Jede einzelne Raupe trägt dabei etwa 700.000 Haare am Körper. Eichenprozessionsspinner sind unauffällige grau-braune Nachtfalter und haben eine Flügelspannweite von bis zu drei Zentimetern.
Die bereits erwähnten Raupen des Falters sind an einer dunklen Rückenlinie sowie rotbraunen Warzen zu erkennen. Sehr markant sind außerdem die langen, weißen Brennhaare, die bei Menschen, die damit in Berührung kommen, für gesundheitliche Probleme verantwortlich sein können. Oft bewegen sich die Tiere in großen Gruppen, ähnlich einer Prozession – daher der Name.
Die Nester des Eichenprozessionsspinners befinden sind vor allem in Eichen, gelegentlich auch in Hainbuchen oder anderem Gehölz. Sie zeichnen sich durch dichte weiße Gespinste aus und können unterschiedlich geformt sein, etwa beutelartig oder deckenartig.
Die Haare der Raupen können bei Menschen unterschiedliche Beschwerden auslösen, welche die Haut, die Atemwege, die Augen oder andere Bereiche des Körpers betreffen können.
