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Winsen (Aller) investiert zweistelligen Millionenbetrag in neue Feuerwehrhäuser

Gemeinderat vergibt schlüsselfertige Errichtung der Gebäude an die Firma Goldbeck Nord

Der Rat der Gemeinde Winsen (Aller) hat am 29. Oktober 2026 die Vergabe der schlüsselfertigen Errichtung der Feuerwehrhäuser in den Ortsteilen Winsen (Aller) und Wolthausen an die Goldbeck Nord GmbH, Niederlassung Hannover, beschlossen.

Am Tag darauf wurde der Vertrag von Bürgermeister Dirk Oelmann und dem Senior Sales Manager Lars Hildebrandt als Vertreter der Firma unterschrieben. Mit den höchsten Investitionen, die die Gemeinde Winsen (Aller) jemals getätigt hat, schafft sie zeitgemäße Bedingungen für den Einsatzdienst und die Ausbildung der freiwilligen Feuerwehrleute in Winsen und Wolthausen. Auch Fahrzeuge und Ausrüstung erhalten an beiden Standorten geeignete Unterbringungsmöglichkeiten.

„Mit dieser Vergabe setzt die Gemeinde Winsen (Aller) ein klares Zeichen für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger. Die neuen Feuerwehrhäuser geben unseren Einsatzkräften die räumlichen Bedingungen, die sie für ihre wichtige Arbeit brauchen – heute und in den kommenden Jahrzehnten“, betonte Dirk Oelmann während der Unterzeichnung des Vertrags. „Die Feuerwehr ist für uns im Notfall da – jetzt ist es an uns, das auch baulich zu zeigen.“

Planung und Ausstattung

Seinen Ausgang nahm das Vorhaben mit der 2021 angestoßenen Neuaufstellung des Feuerwehrbedarfsplans, in deren Rahmen auch die bestehenden Feuerwehrhäuser überprüft wurden. In den folgenden Jahren erarbeiteten Feuerwehr, Verwaltung und Planungsbüro Drees & Sommer gemeinsam die konkreten Pläne für die beiden dringendsten Standorte.

Die beiden Gebäude unterscheiden sich in Größe und Ausstattung: In Winsen entsteht ein Feuerwehrhaus für die Schwerpunktfeuerwehr mit umfangreicheren Fahrzeug-, Funktions- und Schulungsbereichen, in Wolthausen ein Gebäude für die Ortsfeuerwehr mit Grundausstattung. Bei der Planung wurde auf kurze Wege im Alarmfall, geeignete Fahrzeughallen und ausreichend Platz für Umkleiden, Geräte, Werkstätten und Schulungen geachtet. So wird das Gebäude in Winsen mit einer Gesamtfläche von ca. 1850 m² Stellplätze für 13 Fahrzeuge besitzen, während in Wolthausen auf einer Fläche von ca. 450 m² zwei Fahrzeuge untergebracht werden können.

Für die Energieversorgung sind Wärmepumpen, bedarfsgeregelte Lüftungsanlagen und Photovoltaikanlagen mit Batteriespeichern vorgesehen.

Simon von Hörsten, in der Gemeindeverwaltung als Fachbereichsleiter für Bauen und Planen zuständig, stellte fest, dass allen Beteiligten sehr an einer Unterzeichnung des Vertrages noch im Oktober gelegen war: „Uns war es wichtig, das Projekt noch mit diesem Gemeinderat auf den Weg zu bringen. Seine Mitglieder waren immerhin über fünf Jahre hinweg mit den Überlegungen betraut und sollen diesen wichtigen ersten Schritt deshalb nun auch mit umsetzen können.“

Kosten und Zeitplan

Auf die beiden Feuerwehrhäuser entfällt insgesamt ein zweistelliger Millionenbetrag. Der Angebotspreis umfasst beide Gebäude einschließlich der im Angebot enthaltenen Bau- und Ausstattungsleistungen sowie der Baunebenkosten. Grundstückskosten und einzelne Leistungen, darunter Teile der Informationstechnik, werden gesondert berücksichtigt. In den vorangegangenen Planungen zwischen Verwaltung, Feuerwehr und der Firma Goldbeck Nord war in konstruktiven Gesprächen eine Verringerung der Baukosten um knapp 5 % erreicht worden. Bei den Anpassungen wurde darauf geachtet, dass die Gebäude weiterhin alle erforderlichen Funktionen für den Feuerwehrbetrieb erfüllen.

Nach dem derzeitigen Terminplan sollen die Erdarbeiten in Winsen (Aller) und Wolthausen im Frühjahr 2027 beginnen. Die Übergabe des Feuerwehrhauses in Wolthausen ist für Mai 2028, die des Gebäudes in Winsen (Aller) für September 2028 vorgesehen. Die Termine hängen vom weiteren Planungs- und Genehmigungsverlauf ab.

Für Dirk Oelmann ist dies die letzte wichtige Amtshandlung. Am Freitag, dem 30.10.2026, wird er sich aus seinem Amt verabschieden. Er betont zum Abschluss: „Mit der heutigen Unterschrift sind die Planungen der Verwaltung in diesem Bereich aber nicht abgeschlossen. Natürlich werden auch die Feuerwehrhäuser in Südwinsen, Meißendorf und Bannetze mittelfristig saniert bzw. erneuert.“