Zweckverband informiert: Plastik gehört nicht in die Biotonne

Auch biologisch abbaubare Plastiktüten verunreinigen den späteren Kompost

Wer eine Biotonne konsequent nutzt und seine Abfälle entsprechend trennt, spart durch die Entlastung der Restabfalltonne nicht nur bares Geld, sondern tut auch „ganz nebenbei“ Positives für Umwelt und Klima. Denn statt der Verbrennung von Restmüll, können die Abfälle der Biotonne wiederverwertet und als wertvoller Kompost im natürlichen Kreislauf genutzt werden. 

Um diese Wiederverwertung zu ermöglichen, ist es jedoch zwingend nötig, den Inhalt der Biotonne frei von Plastik zu halten. Jeder, der eine Biotonne nutzt, wird das natürlich wissen. Was viele aber nicht wissen: Auch sogenannte biologisch abbaubare „Bioplastiktüten“ sollten nicht in die Biotonne gegeben werden. Da sich die Biokunststoffe von herkömmlichen Kunststoffen kaum unterscheiden lassen, werden die gefüllten Tüten als Störstoffe aussortiert und ihr Inhalt geht für die Kompostierung verloren.

Weitere Probleme mit den „Bioplastiktüten“ bzw. „stärkebasierten Bio-Beuteln“ sind aber weit gravierender: 

  • ihr biologischer Abbau dauert oft länger als der natürliche Kompostierungsprozess, was dazu führt, dass im späteren Kompost Plastikstückchen enthalten sind. 
  • aufgrund erdölbasierter Anteile in vielen kompostierbaren Plastiktüten verbleiben diese auch im späteren Kompost.  

Einen so durchsetzten „natürlichen Dünger“ möchte wohl kaum einer in seinem Garten einsetzen oder Inhalte davon im späteren Essen vermuten müssen...
Selbst für den Fall, dass eine Biokunststofftüte komplett und in gleicher Zeit wie die reinen Bioabfälle abgebaut werden könnte, besäße die Tüte keinerlei Wert für den Kompost, da sie weder Nährstoffe noch Mineralien enthält bzw. liefert. 
Für einen reinen und ökologisch wertvollen Kompost ist ein kompletter Verzicht auf Plastik und Plastiktüten jedweder Art mehr als angeraten und zudem leicht machbar. 

„Papier statt Plastik“ heißt das Motto, das mit nachfolgenden Tipps einfach umsetzbar ist:

  • Einfach alte Papiertüten verwenden (z.B. vom Bäcker, dem Wochenmarkt usw.)
  • Altes Zeitungspapier zum Einwickeln von z.B. Obst- und Gemüseresten nutzen
  • Küchenpapier zum Einschlagen von z.B. verdorbenen Lebensmitteln wie Brot, Käse oder Nudeln einsetzen

Positiver Nebeneffekt der Papieralternative: Restflüssigkeiten werden aufgesaugt und so gebunden, die Biotonne bleibt trockener und sauberer, Fliegen und andere Insekten werden besser abgehalten. Wer mehr rund um das Thema Bioabfall, Entsorgung und Verwertung wissen möchte, findet ausführliche Informationen unter www.zacelle.de/privatkunden/bioabfall  oder kann sich unter Tel. 05141.7502222 zum Thema beraten lassen bzw. weiteres Material anfordern.