Öffentliche Auslegung der 2. Änderung des Bebauungsplanes Winsen (Aller) Nr. 29 „Am Bahnhof“

Die nachfolgende Bekanntmachung erfolgt nach den Bestimmungen des Baugesetzbuches (BauGB) in der zurzeit gültigen Fassung.

Beschluss zur öffentlichen Auslegung
Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Winsen (Aller) hat am 18.09.2018 die Aufstellung der 2. Änderung des Bebauungsplanes Winsen (Aller) Nr.29 „Am Bahnhof“ im beschleunigten Verfahren gem. § 13a BauGB als „Bebauungsplan der Innenentwicklung“ beschlossen. Er hat außerdem dem Entwurf der 2. Änderung des Bebauungsplanes Winsen Nr. 29 „Am Bahnhof“ zugestimmt und die öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) beschlossen. 

Die 2. Änderung des Bebauungsplan Winsen Nr. 29 „Am Bahnhof“ wird gemäß § 13 a BauGB im beschleunigten Verfahren ohne Durchführung einer Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB aufgestellt.

Geltungsbereich
Der Geltungsbereich befindet sich im Süden Südwinsen, südlich der Einmündung Bahnhofstraße in die Oldauer Straße (Landesstraße 298).
Der Geltungsbereich ist im folgenden Kartenausschnitt unmaßstäblich dargestellt. 

Ziel und Zweck der Planung
Durch  die  vorliegende  Planung soll  zum  einen  eine  Erweiterung  der  baulichen  Nutzung nach Osten ermöglicht werden. Da das Maß der baulichen Nutzung beibehalten wird, ist damit keine weitere Belastung von Grund und Boden verbunden. Lediglich die Möglichkeiten, bauliche Anlagen im Planbereich zu verteilen, werden erweitert. Zusätzliche Baumassen werden nicht ermöglicht. 

Zum anderen soll das Verbot von „allgemeinem Wohnen“ aufgehoben werden, weil es als eine heute nicht mehr erforderliche Nutzungseinschränkung angesehen wird. In der Nachbarschaft  ist  Wohnen  entlang  der  Landesstraße  zulässig,  so  dass  kein  Grund  mehr gesehen  wird,  es  lediglich  innerhalb  des  vorliegenden  Änderungsbereiches  auszuschließen.

Die Unterrichtung der Öffentlichkeit gem. § 13a Abs. 3 Nr. 2 BauGB erfolgt in Verbindung mit der öffentlichen Auslegung gem. § 3 Abs. 2 BauGB. Der Entwurf der 2. Änderung des Bebauungsplanes Winsen Nr. 29 „Am Bahnhof“ mit Begründung und die Artenschutzrechtliche Potenzialabschätzung liegen in der Zeit vom

05.07.2019 bis einschließlich 06.08.2019

während der Öffnungszeiten der Verwaltung
Montag - Freitag             8.30 Uhr - 12.00 Uhr
Donnerstag                     8.30 Uhr - 12.00 Uhr und 14.00 Uhr - 18.00 Uhr

im Flur des Niefindthauses, Am Amtshof 7, Fachbereich II, Fachdienst Gemeindeplanung u. Tiefbau, 29308 Winsen (Aller) zu jedermanns Einsicht öffentlich aus. Der Inhalt der ortsüblichen Bekanntmachung sowie die auszulegenden Unterlagen werden nach § 3 Absatz 2 Satz 1 und 2 BauGB zusätzlich hier veröffentlicht und sind über ein zentrales Internetportal des Landes zugänglich.
Es besteht auch die Möglichkeit einen Termin außerhalb der Öffnungszeiten zur Einsichtnahme zu vereinbaren. Auskunft erteilt Herr Lohmann, Am Amtshof 7, Zimmer 0.02, Tel.: 05143/9888-95.

Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen, gerne auch per E-Mail an gemeindeplanung(at)winsen-aller.de abgegeben werden. 

Der Entwurf der 2. Änderung des Bebauungsplanes Winsen (Aller) Nr. 29 „Am Bahnhof“ mit Begründung und die Artenschutzrechtliche Potenzialabschätzung kann von jedermann eingesehen werden. Während der öffentlichen Auslegung können Stellungnahmen zum Entwurf der 2. Änderung des Bebauungsplanes Winsen Nr. 29 „Am Bahnhof“ mit Begründung und der Artenschutzrechtlichen Potenzialabschätzung  dazu schriftlich oder mündlich zur Niederschrift bei der Gemeinde Winsen (Aller) abgegeben werden. Auch interessierte Kinder und Jugendliche sind aufgefordert, sich zu den Planungen zu äußern. Durch die Abgabe Ihrer Stellungnahme stimmen Sie der Speicherung Ihrer personenbezogenen Daten zu.

Nach dieser Frist abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über diesen Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben.

Umweltbezogene Informationen:
Da im beschleunigten Verfahren gem. § 13 a BauGB ein Umweltbericht und die Berücksichtigung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung verzichtbar sind, kann der § 44 Abs. 5 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) nicht angewendet werden, der für unvermeidbare Eingriffe sowie für bestimmte bauleitplanerische Vorhaben eine pauschale Freistellung von den meisten der artenschutzrechtlichen Zugriffsverbote des § 44 Abs. 1 BNatSchG enthält.
Zur Berücksichtigung der artenschutzrechtlichen Sachverhalte sowie weiterer naturschutz- und waldrechtlicher Belange im Rahmen des Bauleitplanverfahrens hat die Gemeinde Winsen (Aller) das Landschaftsarchitekturbüro Prof. Dr. Kaiser (Arbeitsgruppe Land & Wasser) mit der Erstellung eines entsprechenden Fachbeitrages beauftragt. 

In diesem Fachbeitrag wird die im Bebauungsplan festgesetzte Erfordernis der Erhaltung einzelner Bäume bestätigt. Es wird zudem auf die einzuhaltenden Regelungen des Bundes-Naturschutzgesetzes hinsichtlich der Gehölzfällung und Rodung aufmerksam gemacht, die unabhängig von der Bauleitplanung von jedermann einzuhalten sind. Außenbeleuchtungen sollen mit Leuchtdioden vom Typ „warm-weiß“ bestückt sein, um weniger Nachtinsekten und damit Fledermäuse anzulocken. Dies kann allerdings nicht im Bebauungsplan festgesetzt werden, da es sich dabei nicht um eine bodenbezogene Bestimmung handelt. 

Gemeinde Winsen (Aller), den 21.06.2019
Der Bürgermeister
Dirk Oelmann