Mit Aufklärung Impfskepsis begegnen

MiMi-Gesundheitsmediatoren bilden sich zur Covid-19-Impfung weiter

Celle (lkc). Welche Gefahren drohen durch das Corona Virus? Wer sollte sich impfen lassen und warum? Wie läuft eine Impfung ab? Und welche Impfreaktionen können auftreten?

Diese und viele weitere Fragen wurden kürzlich im Rahmen einer Fortbildung für die Multiplikatoren des MiMi-Gesundheitsprojektes durch Steven Breuer, Arzt im Gesundheitsamt des Landkreises Celle, beantwortet.

„Unter den Neuzugewanderten gibt es viele Fragen und eine erhöhte Skepsis gegenüber der Corona-Impfung. Es kursieren Gerüchte und Fehlinformationen", so die MiMi-Projektkoordinatorin Suzan Yilmaz. Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt und dem Team Migration und Integration der Landkreisverwaltung hat sie die Fortbildung konzipiert.

Aufklärung erfolgt am erfolgreichsten im persönlichen Gespräch. Die Teilnehmenden sind nach der Fortbildung in der Lage, in verschiedenen Sprachen über die Covid-19-Impfungen zu informieren, ganz persönliche Fragen zu beantworten und individuelle Missverständnisse aufzuklären.

Häufig fehlt Neuzugewanderten der Zugang zu Menschen in ihrem Umfeld, denen sie vertrauen und die in ihrer Muttersprache fundierte Sachkenntnisse vermitteln können. „Hier können wir mit den Info-Veranstaltungen im Rahmen des MiMi-Projektes gegensteuern", erläutert Steven Breuer, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes.

Die MiMi-Mediatorinnen und Mediatoren wissen, dass ihr Einsatz ein wichtiger Beitrag zur Integration in Deutschland ist. Mit den Informationsveranstaltungen in einem vertrauten Rahmen auf der jeweiligen Muttersprache will der Landkreis Celle Aufklärungsarbeit leisten. Ulrike Brinken vom Team Migration und Integration, die das Projekt 2014 in den Landkreis Celle geholt hat, ist überzeugt: „Mit den Veranstaltungen können wir viele Neuzugewanderte erreichen, die im Anschluss ihre persönliche Entscheidung zur Covid-19-Impfung auf der Grundlage von Sachinformationen fällen können."

Fragen zum Projekt und zu der Möglichkeit die kostenlosen Gesprächsrunden vor Ort zu organisieren, beantwortet Suzan Yilmaz unter Telefon 0160 2390 627.