Ein „Mückenstich" der schützt

Impfoffensive für Kinder von 5 bis 11 Jahren im Landkreis Celle erfolgreich gestartet

Celle (lkc). 138 Impfungen gegen COVID-19 an einem Tag, über 1000 weitere Anmeldungen - die Impfoffensive für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren im Landkreis Celle ist erfolgreich gestartet. Um den zahlreichen Anfragen nach Impfungen auch der jüngeren Kinder nachzukommen, hatte der Landkreis Celle in Zusammenarbeit mit den Celler Kinderärzten und dem AKH ein mobiles Impfteam speziell für jüngere Personen geschaffen. Und die Initiative wurde gut angenommen.

Geimpft wird immer mittwochs von 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 15.30 Uhr im Gesundheitszentrum für Kinder und Jugendliche St. Josef-Stift, Bullenberg 10, in Celle. Die Termine in den ersten Wochen sind schon fast komplett ausgebucht - so groß ist die Nachfrage. Mindestens bis Ende April soll die Aktion aber noch laufen. Geimpft werden ausschließlich Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren mit dem speziellen Kinderimpfstoff von Biontech. Die Terminvergabe läuft über das Internetportal „Terminland" - und zwar über die Adresse www.terminland.eu/kizcelle.

Mit dabei am ersten Tag der großen Impfoffensive für Kinder war auch Gianni-Luka - der Achtjährige war zusammen mit seiner Urgroßmutter Karin Engel ins Gesundheitszentrum für Kinder und Jugendliche St. Josef-Stift gekommen. „Wir Älteren sind ja leider besonders gefährdet, deswegen sind wir natürlich geboostert. Und da bei uns drei Generationen in einem Haus leben, zeigen sich alle solidarisch und lassen sich auch impfen", sagt die Seniorin aus Wietzenbruch.

Mit dieser Vorgehensweise folgt die Familie dabei auch der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO): Die empfiehlt derzeit eine Corona-Impfung nämlich nicht nur für Kinder von 5 bis 11 Jahren mit Vorerkrankungen, sondern vor allem auch für Kinder, in deren familiären Umfeld Menschen leben, die ein erhöhtes Risiko haben, an COVID-19 zu erkranken. Aber auch Kinder ohne Vorerkrankungen können selbstverständlich nach einem ärztlichen Aufklärungsgespräch geimpft werden. Zwar erkranken jüngere Kinder nach aktuellen Erkenntnissen seltener schwer an COVID-19, es gibt allerdings auch Hinweise, dass eine solche Erkrankung auch bei Jüngeren zu Langzeitfolgen führen kann.

Für die Organisation der Impfoffensive gibt es von Karin Engel ein dickes Lob. „Die Buchung des Termins über das Internet hat problemlos geklappt. Hier vor Ort waren alle sehr freundlich - und wir sind zu unserem Wunschtermin schnell drangekommen. Perfekt", sagt die 76-Jährige. Und wie hat Gianni-Luka die Impfung erlebt - hat es wehgetan? „Nee, das war wie ein Mückenstich", sagt der Achtjährige und schaut auf seine Urkunde, die jedes Kind nach der Impfung erhält.

Die besondere Gesundheitsaktion ist ein Kooperationsprojekt der Kinder- und Jugendarztpraxis Celle mit Dr. Claudia Folle, Dr. Andrea Kuhls und Dr. Vera Meyer-Lehnert, dem Celler Centrum für Kinder- und Jugendmedizin mit Dr. med. Ludger Potthoff und Per Bergmann, der Kinderarztpraxis Dr. med. Volker Dittmar, der Kinderarztpraxis Nicole Rüdiger sowie der Kinderklinik des AKH mit dem neuen Chefarzt PD Dr. med. Stephan Seeliger, des Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) Celle mit der Ärztlichen Leiterin Dr. med. Andrea Auhuber und des Landkreises Celle.

Und über den erfolgreichen Start der Aktion unter dem Dach des Landkreises freut sich auch Landrat Axel Flader: „Ich finde es einfach klasse, wie auch die Jüngsten der Gesellschaft ihren Beitrag leisten, um diese Pandemie zu überwinden. Wir müssen uns als Gesellschaft in dieser Krise einfach solidarisch verhalten", so der Landrat.

Wer seine Kinder impfen lassen will, bucht den Termin bitte online unter der Adresse www.terminland.eu/kizcelle . Zum gebuchten Impftermin erscheinen dann das Kind sowie eine erziehungsberechtigte Person im Gesundheitszentrum für Kinder und Jugendliche St. Josef-Stift, Bullenberg 10, in Celle - die erziehungsberechtigte Person muss sich dabei ausweisen können und eine FFP2-Maske tragen. Falls vorhanden sollte der Impfpass des Kindes mitgebracht werden. Wie bei der Impfung für Erwachsene sind auch das Aufklärungsmerkblatt sowie der Anamnese- und Einwilligungsbogen mitzubringen, die bei der Buchung eines Termins als Link zu Verfügung gestellt werden - jeweils bereits ausgefüllt. Diese Papiere findet man auch auf den Seiten des RKI: https://www.zusammengegencorona.de/impfen/aufklaerung-zum-impftermin/auffrischungsimpfung/