Drama für unsere Störche

  • Altstorch tödlich verunglückt 
  • Rettung der Jungstörche vom Nest 
  • Ein Altstorch allein auf dem leeren Nest 

Was ist passiert: 
Am Freitag, 06.05.2022 wird ein verunglückter Storch am Straßenrand zwischen Winsen und Oldau gemeldet. Kurze Zeit später kann der Storchenbetreuer, Gerhard Papenburg, nur noch den toten Storch auffinden. Aufgrund des vorhandenen Ringes wird über die Ringnummer festgestellt, dass es sich um die Störchin aus dem Nest vom Schornstein der Fleischerei Zimmermann  handelt. 

Jetzt ist Eile geboten, um die Jungstörche zu retten. Noch am gleichen Nachmittag kann über die Feuerwehr Winsen die Celler Feuerwehr mit der Drehleiter alarmiert werden  und zum Einsatz kommen. So wird leider nur ein kleiner Jungstorch vom Storchenbetreuer in Obhut genommen und zum NABU-Artenschutzzentrum nach Leiferde gebracht. Dort wird er fachmännisch betreut und kann hoffentlich gesund aufwachsen. Kurz vor dem Einsatz am Nest hatte der Altstorch bereits ein schwaches Küken aus dem Nest geworfen. Es war aber  tot. 

Ohne diese kurzfristige Rettungsaktion hätte die Gefahr bestanden, dass die Jungstörche  verhungert wären. Denn in diesem Alter der Brut (ca. 3 Wochen) verlässt ein Altstorch nicht das Nest, da die Jungen geschützt und gewärmt werden müssen. Jetzt sehen wir nur noch gelegentlich den  traurigen Storchenmann  auf dem Nest. Es war in diesem Jahr so verheißungsvoll  mit diesem Storchenstandort verlaufen:  - aufwendiger Abtrag des zu hohen Nestes  - frühzeitige Besetzung durch das Storchenpaar – Bruterfolg und trotz langer Trockenheit gute Versorgung der Jungstörche. 

Die Aufzucht konnte per Video-Kamera im Internet der Gemeinde Winsen bestens verfolgt werden. Und nun dieses Drama !  Ein besonderer Dank gilt dem Storchenbetreuer, Gerhard Papenburg, sowie den Feuerwehren Winsen und  Celle für den so schnellen Rettungseinsatz. 

Unsere Hoffnung bleibt für das gesunde Aufwachsen des Jungstorches im  NABU-Artenschutzzentrum und eine gute und erfolgreiche Saison 2023.