Die Heidschnucken sind wieder da

Seit gestern (15.11.2021) weiden wieder Heidschnucken auf der Winser Heidefläche. In Abhängigkeit von der Qualität und Menge der Nahrung, die die Tiere vorfinden, werden sie etwa 10 bis 14 Tage dort verbringen. Die Winser Gemeindeverwaltung setzt diese genügsamen Tiere ein, um das Biotop dauerhaft zu erhalten. Die Beweidung mithilfe der Heidschnucken stellt eine natürliche und nachhaltige Maßnahme der Landschaftspflege dar.

Mögliche Passanten werden gebeten, alles zu unterlassen, was die Heidschnucken in Unruhe versetzen könnte. Als Fluchttiere geraten diese Schafe schnell in Panik. Hundehalter sollten ihre Tiere hier deshalb auf keinen Fall frei laufen lassen.

Derzeit befindet sich die fast sieben Hektar große Sandheidefläche in einem schlechten Zustand. Sie leidet unter Vermoosung und einer dicken Rohhumusschicht. Der unerwünschte Aufwuchs von Kiefern und Birken belastet das Gelände am Ende der Hasseler Straße ebenso wie die Vergrasung der Fläche und die Vergreisung der Heidepflanzen.

Um das Gebiet wieder in Stand zu setzen, sind intensive Maßnahmen erforderlich. Die Tiere leisten hier eine schonende Abhilfe, weil sie die jungen Baumpflanzen verbeißen und dadurch eine Ausdehnung des Waldes verhindern. Indem sie sich von den Gräsern auf der Fläche ernähren, sorgen die Heidschnucken zudem dafür, dass sich die Heidepflanzen besser mit Nährstoffen versorgen können.