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Der Fachdienst Tiefbau / Bauhof im Jahr 2025

Arbeiten, Fortschritte und Herausforderungen
Der Fachdienst leistete auch im vergangenen Jahr einen entscheidenden Beitrag zur Pflege und Weiterentwicklung unserer kommunalen Infrastruktur

Natürlich sind wir nicht in allen Bereichen perfekt – das gehört zur Realität dazu. Für mich ist es wichtig, aus diesen Erfahrungen zu lernen und die Chance zu nutzen, Dinge kontinuierlich weiter zu verbessern. 

Gleichzeitig nehme ich wahr, dass bestimmte Aufgabenbereiche heute deutlich mehr Zeit binden als noch vor einigen Jahren. Dazu gehört insbesondere das Thema Müll. 

Gemeint ist dabei nicht nur der steigende Müll in öffentlichen Papierkörben – in denen wir regelmäßig größere Mengen Hausmüll vorfinden –, sondern auch die wachsende Zahl wilder Müllablagerungen. 

Beides verursacht zusätzlichen Aufwand, erschwert die Einsatzplanung und schafft Probleme, die von außen oft nicht sichtbar sind, uns aber dauerhaft beschäftigen.

Im Jahr 2025 hat unser Fachdienst ein hohes Arbeitsvolumen bewältigt. Wir sind in der Gemeinde Winsen (Aller) verantwortlich für rund 159 km Gemeindestraßen, etwa 260 km gewidmete Wirtschaftswege, über 60 km Gräben und Gewässer, rund 10.000 innerörtliche Bäume sowie etwa 40 Brücken und Ingenieurbauwerke. 

Der außerörtliche Baumbestand ist bislang noch nicht vollständig erfasst und wird den Arbeitsumfang in den kommenden Jahren weiter erhöhen.

Für diese breite Infrastruktur stehen uns derzeit sieben Mitarbeitende im Bauhof, zwei Mitarbeitende im Friedhofsbereich, zwei Gärtner im Bereich Grün sowie fünf Mitarbeitende in der Verwaltung zur Verfügung. 

Die Menge und Vielfalt der Aufgaben führen dazu, dass wir täglich neu priorisieren müssen, um auf akute Situationen, Wetterlagen, Schadensmeldungen oder technische Anforderungen reagieren zu können. 

Mir ist bewusst, dass diese flexible Arbeitsweise nach außen gelegentlich den Eindruck erwecken kann, als würden wir planlos handeln. 

Tatsächlich ist sie jedoch notwendig, um laufende Aufgaben, kurzfristige Störungen und dringende Reparaturen parallel bewältigen zu können.

In diesem Bereich setzten wir 2025 sowohl umfangreiche Unterhaltungsmaßnahmen als auch mehrere investive Projekte um. 

In die laufende Unterhaltung von Straßen und Brücken flossen rund 420.000 Euro, für die Wirtschaftswege wurden etwa 240.000 Euro ausgegeben. 

Parallel dazu konnten investive Maßnahmen umgesetzt werden, bei denen Infrastruktur gezielt erneuert und verbessert wurde. Beispielhaft zu nennen sind hier Projekte in den Straßen Am Sommersberg sowie Am Alten Sportplatz. Die genannten Maßnahmen stehen stellvertretend für weitere Projekte im gesamten Gemeindegebiet.

Einen besonderen Schwerpunkt bildete erneut der geförderte Wegebau in Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung. Dieses Programm hat – bereits zum zweiten Jahr in Folge – sehr gut funktioniert und ermöglicht nachhaltige Verbesserungen bei gleichzeitiger Entlastung des Gemeindehaushalts.

In der Grabenräumung wurden 2025 insgesamt mehr als 100.000 Euro eingesetzt. Diese Maßnahmen sind entscheidend für eine funktionierende Entwässerung und tragen dazu bei, Straßenkörper, landwirtschaftliche Flächen und Siedlungsbereiche vor Schäden durch Wasser zu schützen.

Ein weiteres Thema, bei dem wir auf einem guten Weg sind, ist die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Die Gemeinde verfügt über etwas mehr als 2.300 Lichtpunkte. 

Die Umstellung schreitet kontinuierlich voran und wird voraussichtlich in den kommenden Jahren abgeschlossen. Damit verbessern wir die Energieeffizienz und senken langfristig die Betriebskosten.

Auch der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen entwickelt sich positiv. Insbesondere im innerörtlichen Bereich konnten in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte erzielt werden. 

Ziel ist es, dieses Thema in den kommenden Jahren weitgehend abzuschließen und damit einen wichtigen Beitrag zur Mobilität und Teilhabe aller Generationen zu leisten.

Wie in den Vorjahren konnte ich auch 2025 feststellen, dass die Hand- und Spanndienste in unserer Gemeinde sehr gut funktionieren. Dafür möchte ich allen Helferinnen und Helfern ausdrücklich danken. 

Durch ihren Einsatz konnten Wege instandgesetzt, Boule-Bahnen errichtet, Müll gesammelt und Pflegemaßnahmen an der Heidefläche durchgeführt werden.

Herausfordernd bleiben weiterhin die Abstimmungs- und Genehmigungsprozesse mit externen Stellen. Bei einzelnen Projekten kam es im Jahr 2025 zu Verzögerungen von über einem Jahr. Diese Situation betrifft Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen.

Abschließend möchte ich betonen, dass wir trotz enger Rahmenbedingungen viel erreichen. Mein Dank gilt allen Mitarbeitenden – im Bauhof, im Friedhofsbereich, im Tiefbau und in der Verwaltung. 

Auch wenn vieles nicht immer sichtbar ist, sind wir täglich für die Gemeinde im Einsatz und arbeiten daran, die vorhandenen Mittel so wirksam wie möglich einzusetzen.

Zum Schluss habe ich einen Appell an Sie: 
Bitte nutzen Sie die Mängelmeldung der Gemeinde Winsen (Aller) auf unserer Homepage. Eine kurze Meldung hilft mehr, als sich zu fragen, wann ein Missstand behoben wird. 

Im Zweifel wissen wir oft noch nichts von dem Problem. Jede Meldung unterstützt uns dabei, schneller zu reagieren und die Infrastruktur verlässlich zu erhalten.

Kevin Findeisen