Bauhof stellt Abfallbeseitigung vor Schwimmbad ein

Gemeinde Winsen (Aller) plant Videoüberwachung

Es ist ein altes Problem: Eigentlich dienen die Sammelcontainer beim Winser Schwimmbad einem ebenso einfachen wie wichtigen Zweck: der Aufnahme von Altglas, das für die Wiederverwertung aufbereitet werden soll. Seit vielen Jahren nutzen Unbekannte die Fläche vor den Containern jedoch dazu, um hier illegal ihren Müll abzulegen.

Gelbe Säcke und wild abgeladener Sperrmüll bieten den Besuchern des Schwimmbads und anderen Passanten ein unordentliches, hässliches Bild. Im Auftrag des Container-Aufstellers beseitigt die Firma Faro den anfallenden Müll zwar zweimal im Monat. Da dies aber oft nicht ausreicht, haben die Mitarbeitenden des Winser Bauhofs in der Vergangenheit bei der Reinigung mit ausgeholfen.

Nun allerdings stellt die Gemeinde diesen Service ein. Der Grund: Die Kosten und der Arbeitsaufwand fallen deutlich zu hoch aus. Volker Behr, Leiter des Bauhofs: „Oft rückte der Bauhof zwei- bis fünfmal im Monat aus, um den Müll an dieser Stelle zu beseitigen. Wenn sich die Verschmutzung in die weitere Umgebung der Container erstreckte, dann konnte so ein Einsatz schon mal länger dauern. Bei ein oder zwei Mitarbeitenden, die bis zwei zu Stunden beschäftigt sind, entstehen im Durchschnitt Kosten von 180 Euro.“ Hier kämen noch die Ausgaben für einen Müllcontainer hinzu, für den bis zu 480 Euro anfallen könnten.

Sollten die Reinigungsmaßnahmen durch die Firma Faro in Zukunft einmal nicht ausreichen, wird der Abfall nun stehen gelassen. Gleichzeitig plant die Gemeinde Winsen (Aller), die Verantwortlichen konsequenter zu verfolgen. Ziel ist es, die illegale Müllablagerung zu dokumentieren und die Täterinnen und Täter dann rechtlich zu belangen. Aus diesem Grund befindet sich die Einführung einer Kameraüberwachung in Umsetzung. Aufgrund der Vielzahl der bisherigen Vorfälle ist dies mit den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen verein