Ausstellung zum Heimatkreistreffen Belgard-Schivelbein

Dokumentation über Kurt Graunke, der Filmklassiker musikalisch untermalte

Celle (lkc). Dem Symphonie-Orchester Graunke sind zahlreiche, virtuos eingespielte Filmmusiken aus bekannten deutschen und amerikanischen Filmen wie von „Das fliegende Klassenzimmer", „Das Haus in Montevideo", „Die unendliche Geschichte", „King Kong" oder „Das Schweigen der Lämmer" zu verdanken. Eine Dokumentation über den Stettiner Komponisten und Dirigenten Kurt Graunke, ist noch bis zum 13. September im Foyer des Kreistagssaales zu sehen.

Graunke war von Pommern bis nach München geflohen und hatte dort das Symphonie-Orchester Graunke gegründet, das 1990 in Münchner Symphoniker umbenannt wurde und bis heute existiert. Mit brillantem Können und zähem Willen gelang eine beispiellose Karriere. Bald wurde das Orchester zum beliebtesten der Stadt und eroberte zugleich den Nachkriegsfilm.

Die Ausstellung „Stettin, München, Hollywood, das Symphonieorchester Graunke erobert den Nachkriegsfilm" der Landeskulturreferentin München, Martina Kerl, wurde am Wochenende im Zuge des 33. Treffen des Heimatkreis des Patenkreises Belgard-Schivelbein eröffnet und ist hier erstmalig zu sehen.

Rund 80 Mitglieder des Heimatkreises gedachten bei dieser Veranstaltung der Opfer von Flucht und Vertreibung. Landrat Klaus Wiswe betrachtet das Thema in seinem Grußwort auch mit Blick auf die heutigen Entwicklungen. Das Thema Flucht und Vertreibung sei gerade in diesen Zeiten wieder ein sehr aktuelles. Die Auseinandersetzungen um das Schiff Sea-Watch 3 im Mittelmeer mit der deutschen Kapitänin Carola Rackete aus Hambühren „machen einmal mehr deutlich, dass es sehr unterschiedliche Ansichten gibt und, dass das Thema Flüchtlinge für Europa dringend einer Regelung bedarf, der alle Staaten zustimmen" so Wiswe.

Besucher sind eingeladen, sich die Ausstellung bis zum 13. September im Foyer des Neuen Kreistagssaals, Trift 26, zu den Öffnungszeiten der Kreisverwaltung anzusehen. Diese sind montags und dienstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs und freitags von 8 bis 13 Uhr und donnerstags von 8 bis 17 Uhr. Das Projekt wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales über das Haus des Deutschen Ostens in München und den Landkreis Celle.