Anlage einer Muldenversickerung in Schraders Legde

Vor zwei Jahren hinterließen Starkregenereignisse in der Gemeinde Winsen (Aller) tiefe Spuren. In den letzten Wochen verwüsteten nun Unwetter mit enormen Niederschlagsmengen große Gebiete im Westen und Süden des Landes – und unterstrichen damit die fortgesetzte Gefahr, die von Überschwemmungen ausgeht.

Vor diesem Hintergrund kommt die Gemeinde Winsen (Aller) ihrer Verantwortung nach und arbeitet daran, entsprechende Gefährdungen zu minimieren oder ganz abzustellen. In ihrem Auftrag legt deshalb das Tiefbauunternehmen Staatz derzeit in der Straße „Schraders Legde“ eine Muldenentwässerung an.

Bei der Entwässerung über Muldensysteme handelt es sich um eine Maßnahme, die die Anforderungen des Natur- und Klimaschutzes sinnvoll miteinander kombiniert. In diesem Bereich verfügt die Gemeinde selbst in sehr schmalen Wege- und Straßenparzellen über ein großes ungenutztes Potenzial. Sie profitiert speziell von dem vielerorts vorhandenen sandigen Heideboden: Dieser ermöglicht es dem Wasser, überall dort gut zu versickern, wo er über eine nicht verdichtete, belebte Oberbodenzone verfügt. Die Anlage von Muldensystemen am Straßenrand unterstützt diesen Effekt. Sie halten den Niederschlag in den Bereichen, in denen er fällt, und/oder verzögern den schnellen Abfluss des Oberflächenwassers. Dies kommt dem Grundwasserspiegel und damit der Natur zugute. Gleichzeitig entlastet es die Regenwasserkanalsysteme, wenn Raum für die Zwischenspeicherung von Oberflächenwasser geschaffen wird.

Die Gemeindeverwaltung will die Muldenentwässerung an Punkten, an denen keine kritischen Bedingungen vorliegen, mittel- bis langfristig ausbauen. In kritischen Bereichen wird sie bereits seit einem Jahr tätig. Diese Leistung wird zusätzlich zum Tagesgeschäft erledigt.