Hilfe für Familien mit Corona-Infektion

Schnelle Beratung durch die Erziehungsberatungsstelle

Celle (lkc). Die Erziehungsberatungsstelle des Landkreises Celle unterstützt Eltern und Erziehungsberchtigte, die mit den Folgen einer Corona-Infektion oder Quarantäne zu kämpfen haben. „Wenn Sie in Quarantäne sind, wenn Sie sich angesteckt haben, Sie ein Baby und/oder Kleinkinder zu Hause haben und Hilfe benötigen - melden Sie sich bei uns", macht die Leiterin der Erziehungsberatungstelle, Anja Werner, Betroffenen Mut, sich zu melden. Die Beratung kann auch anonym bleiben. Die Erziehungsberatungsstelle klärt mit den Familien, welche Hilfe in dieser Situation gebraucht wird und unterstützen dabei, diese Hilfe auch unbürokratisch und zügig zu bekommen.

„Zurzeit erleben wir in der Erziehungsberatungsstelle bemühte Mütter und Väter, die versuchen, ihre kleinen Kinder in dieser besonderen Zeit möglichst gut zu begleiten. Wenn sie und/oder ihre Kinder unter Quarantäne gestellt werden, ist die Situation besonders anstrengend. Wer kleine Kinder hatte oder auch hat, kann sich vorstellen, wie lang vierzehn Tage werden können, wenn bewegungsfreudige Kleinkinder sich ausschließlich innerhalb der Wohnung aufhalten dürfen", berichtet Anja Werner.

Sind die Eltern „nur unter Quarantäne gestellt" und nicht erkrankt, so erwarten viele Arbeitgeber, dass sie in dieser Zeit im Homeoffice tätig sind. Je kleiner die Kinder sind, desto weniger können sie verstehen, dass ihre Eltern zwar körperlich anwesend sind, sie ihnen aber nicht zur Verfügung stehen. Alleinerziehende müssen diese besonders anstrengende Zeit durchstehen, ohne sich in der direkten Verantwortung für die kleinen Kinder mit einer anderen erwachsenen Person abwechseln zu können - denn zusätzliche Unterstützungspersonen wie beispielsweise die Oma können ja nicht zum Einsatz kommen.

Es erkranken zunehmend auch jüngere Menschen. Nicht bei Allen ist der Verlauf harmlos - unabhängig vom Alter und von der sonstigen körperlichen Konstitution kann durchaus eine ausgeprägte Symptomatik entstehen. Auch Schwangere und Eltern von Babies und Kleinkindern sind betroffen. Babies und Kleinkinder aber können keine Rücksicht nehmen. Sie sind angewiesen auf Erwachsene, die sie zuverlässig und zugewandt versorgen können - wie aber soll das in einer solchen Situation gehen?

„Es hat sich gezeigt, dass betroffene Mütter und Väter Unterstützungsangebote, die es auch in dieser besonderen Situation gibt, nicht unbedingt kennen", sagt die Leiterin der Erziehungsberatungsstelle. Oft besteht auch der Anspruch an sich „es alleine schaffen zu können". Die Erziehungsberatungsstelle bietet deshalb betroffenen Eltern kleiner Kinder Unterstützung in dieser besonderen Situation.

Die Erziehungsberatungsstelle ist unter Telefon 05141 / 916 4400 erreichbar.