4. Dezember

Heute beginnen mit dem Schneiden von Kirschzweigen zum Gedenken an die heilige Barbara die Bräuche der Adventszeit.

Der Legende nach war Barbara ein verwöhntes Kind aus reichem Haus in Byzanz. Als sie den Wunsch äußert Christin zu werden sperrt ihr Vater sie in einem Turm ein – weshalb sie auch die Schutzpatronin der Türmer und Dachdecker ist - Die Gefangenschaft in dem Turm kann den Wunsch zum Christentum überzutreten nicht brechen und so arrangiert der Vater eine Hochzeit mit einem Nichtchristen. Als Barbara davon erfährt flieht sie aus dem Turm und versteckt sich in einem Felsen, der sich wundersamer Weise für sie geöffnet hatte. Doch der Vater findet sie und bringt sie zurück in ihren Turm wo sie auf Ihre Hinrichtung warten soll.

Auf dem Weg dorthin bricht Barbara einen Kirschzweig vom Baum und nimmt ihn mit in den Kerker. Der Zweig erblüht und tröstet die zum Tode Verurteilte. Der in der kalten und dunklen Jahreszeit blühende Zweig gilt als Sinnbild für das Wunder der Weihnacht – die Geburt Christi und den Glauben an die Wiederauferstehung.

Der Brauch Barbarazweige zu schneiden war in Deutschland so verbreitet, dass im 18. Jahrhundert eine polizeiliche Verordnung das Schneiden von Zweigen im Dezember als Gründiebstahl unter Strafe gestellt wurde.